22.09.2021

Raketenexperimente für Schüler

Bewerbungsphase für den diesjährigen CanSat-Explorer-Wettbewerb endet am 03. Oktober.

CanSat Germany lädt Schüler und Schüle­rinnen ein, am dies­jährigen Wett­bewerb teil­zu­nehmen und einen eigenen Mini­satel­liten zu bauen. CanSats – englisch für Dosen­satel­liten – haben die Maße einer handels­üblichen Getränke­dose. Mit einer Rakete in eine Höhe von einem Kilometer geschossen sollen sie Luftdruck und Temperatur messen sowie von den jeweiligen Teams selbst gewählte Aufgaben erfüllen.

Abb.: Jeweils drei CanSats werden mit einer Rakete bis in eine Höhe von einem...
Abb.: Jeweils drei CanSats werden mit einer Rakete bis in eine Höhe von einem Kilo­meter be­fördert. (Bild: DLR; CC BY-NC-ND 3.0)

Bereits zum achten Mal fordert der Deutsche CanSat-Wett­bewerb in Zusammen­arbeit mit Unter­nehmen und Insti­tu­tionen der Luft- und Raumfahrt­industrie Schüler und Schüle­rinnen aus ganz Deutsch­land heraus. Ein CanSat-Team besteht aus mindestens vier Jugend­lichen ab 14 Jahren und einer betreuenden Person. Alle entwickelten CanSats sollen in der Primär­mission Luftdruck und Temperatur messen. In der frei wähl­baren Sekundär­mission können die Teams kreativ werden und sich einer beliebigen wissen­schaft­lichen oder tech­nischen Frage­stellung widmen.

So versuchte bei den letzten Wett­bewerbs­runden ein Team zum Beispiel Luft­proben in unter­schied­lichen Höhen zu nehmen. Ein anderes Team wertete während des Fluges auf­ge­nommene Bilder mittels künst­licher Intelligenz aus. Im Laufe des sechs­monatigen Zeit­raums erleben die Teams alle Phasen einer Raumfahrt­mission, indem sie nicht nur den Satelliten konstruieren, sondern auch Öffent­lich­keits­arbeit, Projekt- und Finanz­planung durch­führen.

Ihre Umsetzung der Missions­aufgabe präsen­tieren die Teams anschließend in zwei Berichten. Das dient als Bewertungs­grundlage für die Jury von Fach­leuten aus der Luft- und Raumfahrt. Das Highlight des Wett­bewerbes ist die Start­kampagne im März 2022 in Bremen. Dort werden die CanSats mit einer Rakete in eine Höhe von einem Kilometer gebracht und erfüllen beim Fall ihre Missions­aufgaben. Die Teilnahme ist eine Heraus­forderung für die Schüle­rinnen und Schüler, bei der sie durch die Arbeit an einem Großprojekt wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihnen in der Schule, im Studium oder im Berufs­leben von Nutzen sein können. Das Siegerteam qualifiziert sich für den anschließenden europä­ischen CanSat-Wettbewerb.

„Auch wenn es am Ende nur einen ersten Platz gibt: Für die Schüle­rinnen und Schüler bietet der CanSat-Wettbewerb eine hervor­ragende Möglich­keit, nicht nur tech­nisches Verständnis, sondern auch die kreative Zusammen­arbeit weiter­zu­entwickeln“, sagt Dirk Stiefs, Leiter des DLR_School_Lab Bremen. „Für jedes Team, das ausgewählt wird und den eigenen Dosen­satel­liten startet, wird es eine interes­sante Erfahrung.“

DLR / RK

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