13.07.2026

Rice und MPG gründen Partnerschaft für Quantenmaterialien

Mit „Q-RaMP“ wol­len die Part­ner ihre in­ter­na­tio­na­le Rol­le im Be­reich Quan­ten­ma­te­ri­a­li­en und -tech­no­lo­gie stär­ken.

(v. l.) Emilia Morosan, Reginald DesRoches, Claudia Felser, Geoffroy Hautier
Quelle: Rice U


Die Rice University und die Max-Planck-Gesellschaft haben am 19. Juni offiziell die Partnerschaft „Quantum Materials – Rice and Max Planck Partnership“ (Q-RaMP) ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Identifizierung und Entwicklung von Quantenmaterialien zu fördern, die bahnbrechende Fortschritte in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz sowie Quanten- und klassische Informationsverarbeitung ermöglichen sollen.

„Bahnbrechende Technologien beginnen mit bahnbrechenden Entdeckungen, und diese Entdeckungen werden durch mutige Partnerschaften ermöglicht“, sagte der Präsident der Rice University, Reginald DesRoches. „Die Rice-Max-Planck-Part­ner­schaft für Quantenmaterialien bringt Weltklasse-Forscher zusammen, um die Grundlagenforschung auf dem Weg zur nächsten Generation von Computer-, Sensor- und Energietechnologien voranzutreiben. Durch die Bündelung unserer sich ergänzenden Stärken und unseres starken Engagements für Innovation bauen wir eine internationale Zusammenarbeit auf, die Entdeckungen beschleunigen und eine nachhaltige globale Wirkung erzielen wird.“

Claudia Felser (r.) und Reginald DesRoches bei der Vertragsunterzeichnung
Claudia Felser (r.) und Reginald Des­Roches bei der Ver­trags­unter­zeich­nung
Quelle: Rice U / Brandi Smith

Zwar gibt es zahlreiche theoretische Arbeiten, die nützliche Quantenmaterialien vorhersagen, doch die Identifizierung tatsächlich geeigneter Materialien und das Verständnis ihrer physikalischen Eigenschaften stellen nach wie vor eine große, ungelöste Herausforderung dar.

„Quantenmaterialien treiben die nächste Generation bahnbrechender Fortschritte in vielen Bereichen voran, von Energie und Nachhaltigkeit bis hin zu Informationstechnologien, doch die Entdeckung der richtigen Materialien mit den richtigen Eigenschaften gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen“, sagte Emilia Morosan, Trus­tee-Pro­fes­so­rin für Physik und Astronomie an der Rice University, Direktorin des Rice Center for Quantum Materials und Gründungsdirektorin von Q-RaMP. „Indem wir einen Raum für die Zusammenarbeit zwischen der Rice University und der Max-Planck-Ge­sell­schaft schaffen, können wir führende Experten auf diesem Gebiet zusammenbringen, um diese Herausforderung anzugehen.“

Weitere Quan­ten-Koope­ra­tio­nen

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Um diese Zusammenarbeit zu ermöglichen, werden beide Partner Workshops veranstalten, gemeinsame Lehrkräfte einstellen, Austauschprogramme für Doktoranden ins Leben rufen und Arbeitsgruppen bilden. Diese Bemühungen werden durch regelmäßige Besuche zwischen der Rice University und den Max-Planck-Instituten unterstützt.

„Die größte Investition, die wir tätigen können, ist die in junge Wissenschaftler“, sagte Claudia Felser, Direktorin am Max-Planck-Ins­ti­tut für Chemische Physik fester Stoffe und Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesell­schaft. „Diese Partnerschaft vereint die Stärken zweier herausragender Forschungssysteme: das langfristige Bekenntnis zu von Neugier angetriebener Exzellenz, das die Max-Planck-Gesell­schaft auszeichnet, und die dynamische Tenure-Track-Kul­tur führender US-ame­ri­ka­ni­scher Universitäten. Indem wir voneinander lernen und weltweit führende Institutionen zusammenbringen, schaffen wir ein einzigartiges Umfeld, in dem die nächste Generation von Forschern einige der grundlegendsten Herausforderungen im Bereich der Quantenmaterialien und darüber hinaus angehen kann.“

„Talentierte Köpfe gehören zu den wenigen Dingen auf der Welt, die wachsen, wenn man sie teilt“, sagte Philip Moll, Geschäftsführer des Max-Planck-Ins­ti­tuts für Struktur und Dynamik der Materie. „Diese Partnerschaft zwischen der Max-Planck-Gesellschaft und der Rice University basiert genau auf dieser Über­zeu­gung – dass internationale Zusammenarbeit und Austausch der Weg sind, auf dem wir die nächste Generation von Wissenschaftlern heranbilden.“

Die Arbeiten werden vom Rice Center for Quantum Mechanics und mehreren Max-Planck-Instituten durchgeführt, darunter das Institut für Struktur und Dynamik der Materie, das Institut für Festkörperforschung, das Institut für Mikrostrukturphysik, das Institut für Chemische Physik fester Stoffe und das Institut für Physik komplexer Systeme. [MPG / dre]

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Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

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