19.03.2018

Vorreiter für Open Access

Hochenergiephysik macht ersten Schritt bei Transformation des Publikationswesens.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt „Chancen und Heraus­forderungen der nationalen Umsetzung eines inter­nationalen Open-Access-Transformations­projektes am Beispiel der Hoch­energie­physik (CHOAT-HEP)“ der Technischen Informations­bibliothek (TIB). Die TIB hatte sich mit der Projekt­idee auf die Ausschreibung „Förder­richtlinie des freien Informations­flusses in der Wissenschaft – Open Access“ um eine finanzielle Unter­stützung beworben. Die Zuwendung gilt für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2019.

Die Hochenergiephysik (HEP) ist ein Vorreiter im Bereich Open Science und insbesondere auch für das Open-Access-Publizieren. Ab 2018 deckt SCOAP³ – das weltweite Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics – mit den neu hinzu­gekommenen Zeit­schriften der American Physical Society (APS) 87 Prozent aller wissenschaftlichen Publikationen aus dem Bereich der Hoch­energie­physik via Gold Open Access ab.

Die Transformation von einem auf Subskriptionen zu einem auf Publikations­gebühren (Article Processing Charges, APCs) basierenden Publikations­wesen tritt damit nun in eine entscheidende Phase: In den kommenden Jahren sollen zum einen alle HEP-Artikel im Open Access bereit­gestellt werden und zum anderen muss die Kosten­beteiligung der deutschen Hochschulen nach ihrem tatsächlichen Publikations­aufkommen umgestellt werden.

Ziel des bewilligten CHOAT-HEP-Projektes ist es, diesen Transformations­prozess bei den deutschen Hoch­schulen zu unterstützen und zu gestalten. Im Jahr 2019 soll erstmals eine Kosten­verteilung allein nach dem tatsächlichen Publikations­aufkommen in den Einrichtungen erfolgen. Dies stellt eine große Heraus­forderung für die deutschen Hoch­schulen dar, da damit unter anderem auch massive Kosten­verschiebungen verbunden sein können. Im Rahmen des CHOAT-HEP-Projektes wird die TIB die Kosten­entwicklungen gegenüber den Hochschulen moderieren und gegebenenfalls eventuelle Finanzierungs­lücken in einer Übergangs­phase ausgleichen.

Diese Maßnahmen sollen die Prozesse an deutschen Hochschulen dahin­gehend sichern, dass die Open-Access-Transformation in den kommenden Jahren im HEP-Bereich bei den deutschen Hoch­schulen als Standard etabliert wird. Die aus diesem Prozess gewonnenen Erfahrungen wird die TIB für die Umwandlung anderer Fach­bereiche nutzen können und so eine wesentliche Rolle in der Open-Access-Transformation spielen.

TIB / DE

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