25.09.2019

Wie Hadronen wechselwirken

Neue Forschungsgruppe für die Theorie von quantenchromodynamischen Streuprozessen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung einer neuen Forschungsgruppe FOR 2926 auf dem Gebiet der theoretischen Hadronenphysik bewilligt. Das Forschungsteam setzt sich aus Wissenschaftlern der Universitäten Hamburg, Regensburg, Tübingen und des Forschungszentrums DESY (Hamburg) zusammen. Sprecher ist Vladimir Braun vom Institut für theoretische Physik der Universität Regensburg. 
 

Abb.: Logo der Forschungsgruppe FOR 2926 (Bild: U. Regensburg)
Abb.: Logo der Forschungsgruppe FOR 2926 (Bild: U. Regensburg)

Die Forschungsgruppe „Next Generation Perturbative QCD for Hadron Structure: Preparing for the Electron-Ion Collider” wird zunächst für drei Jahre Jahren mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Davon gehen etwa 870.000 Euro an die Universität Regensburg. Gegenstand des Forschungs­programms ist eine neue Generation theoretischer Studien zur Aufklärung der Struktur stark wechselwirkender Teilchen (Hadronen). Im Fokus steht dabei die präzise Beschreibung von Streuprozessen in Rahmen der Quantenchromodynamik. Diese Theorie beschreibt die Wechselwirkung von Quarks und Gluonen, also der fundamentalen Bausteine der Atomkerne. 

Ein zentrales Ziel der Forschergruppe ist die Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen für das wissenschaftliche Programm des neuen großen Teilchen­beschleunigers Elektron-Ion-Colliders (EIC), der in der USA geplant wird. Mit diesem Beschleuniger soll insbesondere die räumliche Verteilung von Quarks und Gluonen in einem Proton und Atomkerne aufgeklärt werden. 

U. Regensburg / DE
 

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