03.07.2026 • Halbleiter

Infineon eröffnet „Smart Power Fab“ in Dresden

In­ves­ti­tion im Um­fang von 5 Mil­liar­den Euro zur Stär­kung der Fer­ti­gungs­ba­sis für hoch­mo­der­ne Leis­tungs­halb­lei­ter.

Die Infineon Technologies AG hat mehrere Monate vor dem Zeitplan die Smart Power Fab in Dresden eröffnet. Das neue Werk ist mit einem Investitionsvolumen von fünf Milliarden Euro die größte Einzelinvestition in der Geschichte von Infineon und eines der größten Investitionsprojekte in Deutschland. Es schafft tausend neue, direkte Arbeitsplätze. Mit der neuen Fabrik verdoppelt Infineon seine Produktionskapazitäten am Standort Dresden und schafft damit die weltweit größte Fabrik für intelligente Leistungshalbleiter und Analog/Mixed-Signal-Technologien.

Von links nach rechts: Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung; Jochen Hanebeck, CEO Infineon Technologies AG; Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
(v. l. n. r.) Von links nach rechts: Bundesminister Dr. Karsten Wildberger, Infineon CEO Jochen Hanebeck, Ministerpräsident Michael Kretschmer

„Wir eröffnen unser neues Werk genau zur richtigen Zeit“, sagt der Infi­neon-Vor­stands­vor­sitzen­de Jochen Hanebeck. „Mit der Smart Power Fab schaffen wir dringend benötigte Kapazitäten für Schlüsseltechnologien der Zu­kunft – von der Energieversorgung von KI-Rechen­zen­tren über soft­ware-defi­nier­te Fahrzeuge bis hin zu erneuerbaren Energien. Infineon setzt damit einen wichtigen Impuls, um die globale KI-Revo­lu­tion zu ermöglichen und Lieferketten in kritischen Industrien abzusichern. Wir festigen mit diesem Schritt unsere globale Spitzenposition als führender Hersteller von Leistungshalbleitern und Ana­log/Mixed-Signal-Tech­no­lo­gien.“

Abhängig von der Nachfrage kann die Produktion in der neuen Smart Power Fab doppelt so schnell wie bisher gesteigert werden. Ermöglicht wird dies durch eine konsequente Digitalisierung. So etwa wurden das Gebäude sowie die optimale Belegung mit Maschinen mithilfe eines digitalen Zwillings vorgeplant und optimiert. Die Anlagen- und Prozessfreigabe wird durch den Einsatz von KI-Algo­rith­men unterstützt. Darüber hinaus können durch die Verbindung mit dem Infi­neon-Werk in Villach im Sinne einer „One Virtual Fab“ Prozesse und Produkte deutlich schneller qualifiziert werden als in der Vergangenheit. Das gesteigerte Hochlauftempo erlaubt es Infineon, aktuelle Marktchancen – unter anderem im Bereich der KI – effektiv und flexibel zu nutzen.

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Chips aus Dresden werden künftig unter anderem zur effizienten Stromversorgung von KI-Rechen­zentren beitragen. Die Chips kommen auch in weiteren Industrie- sowie Auto­motive-Anwen­dungen zum Einsatz, darunter etwa Wind- und Solaranlagen sowie soft­ware-defi­nierte Fahrzeuge. Ein Beispiel sind intelligente Schalter, die nicht nur Lasten steuern, sondern auch den Stromfluss überwachen. Das Zusammenspiel von [🔎] Leistungshalbleitern und Analog/Mixed-Signal-Bau­stei­nen macht besonders energieeffiziente und intelligente Systemlösungen mög­lich – daher auch der Name Smart Power Fab.

Infineon Dresden stärkt mit der Erweiterung die bestehende Position als weltweit führender Standort für Leistungshalbleiter und Analog/Mixed-Signal-Tech­no­lo­gien und baut darüber hinaus die europäische Führungsrolle des gesamten Halbleiterclusters „Silicon Saxony“ rund um Dresden aus. Infineon schafft mit der Smart Power Fab insgesamt tausend neue Arbeitsplätze in Dresden. Zusätzlich entstehen positive Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sowie Arbeitsplätze im Zulieferer-Umfeld und Ökosystem: Studien zufolge schafft ein Arbeitsplatz im Reinraum sechs weitere Arbeitsplätze im Umfeld. Aktuell arbeiten bereits mehr als 80.000 Personen im Cluster „Silicon Saxony“.

Mit der Smart Power Fab setzt Infineon auch neue Maßstäbe in der nachhaltigen Fertigung. Moderne Fertigungstechnologien und optimierte Energie- und Ressourcenprozesse tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und die Umweltbilanz der Chipproduktion weiter zu verbessern. Die neue Fertigung verzichtet etwa auf Erdgas und reduziert durch Aufbereitung und den Einsatz geschlossener Systeme den Wasserverbrauch. Rund 90 Prozent des verwendeten Wassers sollen zudem wieder dem Kreislauf zugeführt werden und bis zu 45 Prozent der eingesetzten Energie zurückgewonnen werden. [Infineon / dre]

Anbieter

Infineon Technologies AG

Am Campeon 1-15
85579 Neubiberg
Deutschland

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