11.06.2026

Photonisches Computing für europäische KI-Souveränität

IONOS plant erste kom­mer­ziel­le Nut­zung der Native Pro­ces­sing Ser­ver von Q.ANT.

IONOS, Europas führender Digitalisierungspartner für kleine und mittelständische Unternehmen, und Q.ANT, Pionier im Bereich photonenbasierter Chip-Technologien aus Stuttgart, haben am Rande der Digitalkonferenz re:publica 2026 in Berlin eine strategische Partnerschaft vereinbart. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die technologische Souveränität Europas im rasant wachsenden Bereich der Künstlichen Intelligenz zu stärken und die steigenden Energie- und Leistungsanforderungen von KI-Workloads zu bewältigen.

Andreas Nauerz (Chief Product Officer IONOS) und Michael Förtsch (CEO Q.ANT) (Bildquelle: Manfred H. Vogel)
Andreas Nauerz (Chief Product Officer IONOS) und Michael Förtsch (CEO Q.ANT) vereinbaren die strategische Partnerschaft
Quelle: Manfred H. Vogel, Q.ANT

In einer Zeit, in der KI-Infra­struk­tu­ren zunehmend von außereuropäischen Technologiekonzernen dominiert werden, setzen IONOS und Q.ANT ein klares Zeichen für Innovation „Made in Germany“.  Die Partnerschaft verbindet die Erfahrung von IONOS im Aufbau und Betrieb souveräner Cloud- und KI-Infra­struk­tu­ren mit Q.ANTs Entwicklungen im Bereich innovativer Prozessortechnologien.

Debatten über digitale Souveränität konzentrieren sich meist auf Software- und Plattformfragen. Die zugrunde liegende Rechen- und Prozessorinfrastruktur gerät dabei häufig in den Hintergrund. Die Partnerschaft zwischen IONOS und Q.ANT zeigt, dass Europa auch auf der Hardware-Ebene eigene Wege gehen kann. Lichtbasierte Prozessoren für KI-Anwen­dung­en bieten eine nachhaltige und souveräne Alternative zu konventionellen Chip-Architekturen – ein entscheidender Baustein für technologische Unabhängigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Q.ANT stellt unter Beweis, dass sich photonische Prozessoren zu hundert Prozent in Europa herstellen lassen. Sie ermöglichen eigenständige Softwarestacks, und entlasten darüber hinaus die Stromnetze in der EU durch den deutlich reduzierten Energieverbrauch.

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Die Kooperation mit IONOS ist für Q.ANT ein wichtiger Schritt in Richtung Industrialisierung seiner photonischen Prozessoren. Die Zusammenarbeit öffnet die Tür für den erstmaligen Einsatz der Native Processing Server (NPS) von Q.ANT in kommerziellen Rechenzentren. In wissenschaftlichen Datencentern sind die NPS von Q.ANT bereits in den Hochleistungsrechenzentren am Leibniz-Rechen­zen­trum (LRZ) in München sowie am Forschungszentrum Jülich im Einsatz.

„Mit Q.ANT haben wir einen Partner, der Computing neu denkt und damit die weitere Skalierung von KI-Infra­struk­tu­ren erst ermöglicht – mit einem durchgängig souveränen KI-Stack”, betont Dr. Andreas Nauerz, Chief Product Officer bei IONOS. “Gemeinsam können wir Anwendern Zugang zu innovativen KI-Techno­lo­gien bieten, die auf europäischen Werten wie Datenschutz, Transparenz und technologischer Selbstbestimmung basieren.“

Dr. Michael Förtsch, CEO von Q.ANT, ergänzt: „Unsere Technologie setzt völlig neue Standards bei KI und High Performance Computing. Photonische Chips können gerade in der KI ihre Stärken gegenüber klassischen GPUs ausspielen – durch höhere Rechenleistung und deutlich reduziertem Energieverbrauch. Durch die Kooperation mit IONOS gehen wir nun einen entscheidenden Schritt in Richtung Kommerzialisierung und Industrialisierung unserer Technologie – und haben in IONOS dafür den idealen Partner gefunden.” Im Sommer wollen beide Partner erste gemeinsame Lösungen für KI- und HPC-Anwen­dung­en der nächsten Generation in der Cloud vorstellen. [Q.ANT / dre]

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