19.04.2024

Mit Physik und Astronomie nach vorne

Bei den QS World University Rankings punkten die deutschen Universitäten vor allem bei den Naturwissenschaften.

Kerstin Sonnabend

Die ersten fünf Plätze sind gesetzt: Unabhängig davon, wie die verschiedenen weltweit existierenden Rankings von Universitäten zustande kommen, findet sich an der Spitze in der Regel das Quintett aus den drei US-amerikanischen Institutionen Massachusetts Institute of Technology, Harvard University und Stanford University sowie den beiden britischen Einrichtungen University of Cambridge und University of Oxford. Mit Respektabstand folgt einige Plätze dahinter die schweizerische ETH Zürich in der Regel als beste nicht-englischsprachige Universität; für die meisten Vertreter aus Deutschland ist das Erreichen der Top-50 angestrebtes Ziel – zumindest wenn es um die Bewertung aller Disziplinen geht. In „Physik und Astronomie“ sieht die Sache deutlich besser aus, wie die diesjährigen QS World University Rankings belegen.

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Während es im „Overall Ranking“ mit der Technischen Universität München (37), der Ludwig-Maximilians-Universität München (54), der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (87) und der Freien Universität Berlin (98) nur vier deutsche Einrichtungen in die Top-100 schaffen, sind es in den Naturwissenschaften (ohne Lebenswissenschaften) acht. Ein Vergleich mit Mathematik oder Chemie zeigt, dass dafür maßgeblich das Abschneiden in der Kategorie „Physik und Astronomie“ verantwortlich ist. Hier hat 2024 die TU München Rang 18 erreicht; unter den Top-50 finden sich außerdem die Uni Heidelberg (31), die LMU München (32) und das Karlsruher Institut für Technologie (42). In Relation dazu büßt das KIT in den Naturwissenschaften mit Platz 46 die wenigsten Plätze ein und schiebt sich vor die Uni Heidelberg (50); absolut betrachtet bilden auch hier TU München (23) und LMU München (42) das deutsche Spitzenduo. 

In die QS World University Rankings geht der akademische Ruf der jeweiligen Institution ein, der sich aus einer Umfrage in der Wissenschaft ergibt, sowie das Ansehen bei Arbeitgeber:innen, die Anzahl der Zitierungen pro Veröffentlichung, das internationale Forschungsnetzwerk, das eine Institution aufbauen konnte, und der H-Index. Dieser basiert für alle Forschenden auf ihren am häufigsten zitierten Arbeiten und deren Zitationen in anderen Publikationen. Im Vergleich zu anderen Einstufungen wie dem Shanghai Academic Ranking of World Universities oder dem Times Higher Education Ranking ergeben sich auf den vordersten Plätzen kaum Unterschiede, während es gerade im Bereich der deutschen Universitäten häufiger zu teils deutlichen Abweichungen kommt. 

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