Max Planck Columbia Center soll Fusionsforschung vorantreiben
Zentrum von Columbia University und Max-Planck-Gesellschaft ist mit 11,4 Millionen Euro für fünf Jahre ausgestattet.
Das neue Max Planck Columbia Center „Optimizing Symmetry in Fusion Plasmas“ soll 2027 seine Arbeit aufnehmen. Das Center wird von Thomas Klinger, Direktor am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, und Carlos Paz-Soldan, Associate Professor für Angewandte Physik und Angewandte Mathematik an der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Columbia University und Direktor des Columbia Fusion Research Center, gemeinsam geleitet.


Prof. Klinger sagte: „Mit dem Max Planck Columbia Center bringen wir zwei führende Standorte der Plasmaphysik und Fusionsforschung zusammen. Wir wollen die Stärken von Tokamak und Stellarator gemeinsam nutzen, um zentrale physikalische und technologische Fragen auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk zu lösen. Besonders wichtig ist mir, dass junge Forschende dabei früh internationale Erfahrung an einer Spitzenuniversität sammeln und dauerhafte wissenschaftliche Netzwerke aufbauen.“
Prof. Paz-Soldan ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass die Partnerschaft zwischen Columbia Engineering und der Max-Planck-Gesellschaft wächst und sich vertieft. Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik ist eine der herausragenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet und betreibt weltweit führende Fusionsanlagen. Gemeinsam können wir einzigartige Möglichkeiten bieten – sowohl um Fachkräfte für die Fusion auszubilden als auch um zentrale offene wissenschaftliche Fragen auf dem Weg zur Fusionsenergie voranzubringen.“
Das Max Planck Columbia Center ist eines von sieben neuen Max Planck Centers, die die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in diesem Jahr gründen wird. Diese virtuellen Zentren sind ein wesentliches Element der Internationalisierungsstrategie der MPG. Sie sind keine physischen Einrichtungen, sondern virtuelle Exzellenzzentren, in denen Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler mit erstklassigen ausländischen Partnern kooperieren, um Erkenntnisse in zukunftweisenden Forschungsgebieten zu gewinnen. Max Planck Centers sind zunächst auf fünf Jahre angelegt mit einmaliger Verlängerungsoption.
Ein zentraler Bestandteil ist der Austausch des wissenschaftlichen Nachwuchses, von Studierenden bis hin zu Promovierenden und PostDocs. Sie können die für gemeinsame Projekte angemessene Zeit bis zu einem Jahr an der Partnerinstitution verbringen – entweder in Greifswald, Garching oder in New York City.
Die Zusammenarbeit wird durch den Zugang zu den beiden Hauptanlagen des IPP – dem Stellarator Wendelstein 7-X in Greifswald und dem Tokamak ASDEX Upgrade in Garching – weiter unterstützt. Forscher der Columbia University erhalten automatisch Teammitgliedschaft bei beiden Einrichtungen und können an Experimenten teilnehmen.
Zusätzlich wird an der Columbia University eine befristete Assistenz-Professur eingerichtet, die auf zwei Jahre befristet ist und über die fünfjährige Laufzeit des Centers zweimal besetzt wird. Diese Position soll von führenden Forschenden besetzt werden und wird sowohl Lehre als auch Forschung umfassen. [MPG / dre]
Anbieter
Max-Planck-Institut für PlasmaphysikBoltzmannstraße 2
85748 Garching b. München
Deutschland
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