Suchen nach: halbleiter chips

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Rainer Scharf9/2005Seite 87

Von Elektronen bis zu komplexen Systemen

Carlo Cercignani7/2006Seite 47

Boltzmanns Vermächtnis

Ludwig Boltzmann begründete die moderne Thermodynamik mit Hilfe der statistischen Mechanik. Sein 1872 formuliertes H-Theorem lieferte erstmals eine mikroskopische Deutung des zweiten Hauptsatzes der Wärmelehre.

Wolfgang Clemens und Walter Fix2/2003Seite 31

Vom organischen Transistor zum Plastik-Chip

Mit Silizium konkurrieren können halbleitende Polymere aufgrund ihrer deutlich schlechteren elektrischen Eigenschaften zwar nicht. Daher wird es auf absehbare Zeit auch keinen ''Plastik-Computer'' geben. Sie ermöglichen aber eine ''Wegwerf-Elektronik'' aus Plastik-Chips, die sich durch Drucken herstellen lassen und Bereiche erobern werden, in denen heute noch keine Elektronik zu finden ist. Dazu gehört zum Beispiel der elektronische Strichcode auf Verpackungen - der Plastik-Chip auf der Chips-Tüte.

Rainer Scharf2/2003Seite 21

Zwischen Sparzwängen und Visionen - neue Großgeräte für die Physik

Axel Lorke, Klaus Ensslin, Jörg Kotthaus, Richard Warburton und Achim Wixforth6/2024Seite 59DPG-Mitglieder

Zum Gedenken an Herbert Kroemer

David DiVincenzo, Stefan Filipp, Dr. Andreas Fuhrer und Frank Wilhelm-Mauch5/2019Seite 58

Scalable Hardware Platforms for Quantum Computing

687. WE-Heraeus-Seminar

Benjamin Friedrich, Veikko Geyer und Timo Strünker5/2019Seite 58

Physics and physiology of motile cilia

688. WE-Heraeus-Seminar

Ute Kraus und Corvin Zahn5/2019Seite 58

General Relativity as a Challenge for Physics Education

690. WE-Heraeus-Seminar

Matthias Delbrück10/2013Seite 12

Frankreich: Der „Airbus of Chips“

Matthias Delbrück10/2013Seite 12

Spanien: Nationaler Forschungsrat CSIC vor dem Kollaps?

Oliver Dreissigacker10/2013Seite 11

Mission to Mars?

Matthias Delbrück9/2022Seite 21DPG-Mitglieder

USA

Wissenschaftlich beraten; (Noch) kein Licht im Dunkeln; Lösung für den Mauna Kea?; Feuer am Kitt Peak; Chips und Science

3/2002Seite 1

März

Einzelne Ytterbium-Ionen, die in dieser Falle gespeichert sind, könnten als Taktgeber von hochpräzisen Ein-Atom-Uhren dienen. Die Ringelektrode in der Bildmitte hat einen Durchmesser von 1,3 mm. Rechts erkennt man den Yb-Ofen und darüber die Elektronenquelle zur Ionisierung (vgl. S. 47).

Holger Kock4/2002Seite 17

Fälschungssicher dank Tesafilm

Holger Kock4/2002Seite 16

Erster Biochip mit integrierter AuswertungNeuer Standard für DVDsNeuer breitbandiger Halbleiterlaser sendet im InfrarotenElektroden für bessere Akkus

Ullrich Pfeiffer und Thomas Röwer1/2003Seite 29

Chip-Design zwischen Teilchenphysik und UMTS-Handys

Die Kunst des Chip-Designs besteht in dem intelligenten Vernetzen elektronischer Komponenten auf einem Mikrochip. Ein Fortschritt ist in zweierlei Hinsicht denkbar: Kluge Köpfe entwickeln neue kreative Schaltungen, oder die Chip-Komponenten selbst werden durch neue Prozesstechnologien kleiner und besser. Da die physikalischen Grenzen der Miniaturisierung ohne Zweifel in naher Zukunft erreicht werden, wird weltweit fieberhaft nach neuen Konzepten für mikroelektronische Systeme gesucht.

Maike Pfalz / Fraunhofer IPMS7/2024Seite 10DPG-Mitglieder

Präsidialer Besuch in Dresden

Im Rahmen eines Staatsbesuchs wurde am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme in Dresden ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

7/2024Seite 10DPG-Mitglieder

DFG: Neue SFBs

Effektvolle DrehungDmitri K. Efetov3/2021Seite 28

Effektvolle Drehung

Eine einfache Drehung zweier Graphenschichten unter dem „magischen“ Winkel sorgt für eine Vielzahl neuer Zustände und exotischer Eigenschaften.

Die Entdeckung neuartiger Materialien hat seit der Steinzeit technologische Revolutionen ausgelöst. Die heutzutage wichtigsten Materialien sind die Bausteine moderner Technologien wie Halbleiter, Magnete oder Supraleiter. Sie bilden die Grundlage für Computer­chips, Speicher und wissenschaftliche Geräte. Für die weitere Entwicklung wären Materialien wünschenswert, die viele unterschiedliche Eigenschaften gleichzeitig besitzen können. Diese sollten gesteuert ein- und ausschaltbar sein, um je nach Bedarf per Knopfdruck einen Magneten oder einen Supraleiter zu erhalten.

Traditionell sind Materialeigenschaften das Ergebnis der Zusammensetzung und Anordnung von Atomen in Kristallen. Abhängig davon, welche Atomspezies in einem Material gemischt sind, ordnen sich die Atome in unterschiedlichen periodischen Strukturen mit verschiedenen Symmetrien und elektronischen Eigenschaften an. Diese Attribute definieren somit die Eigenschaften des Materials und bestimmen, ob es beispielsweise ein Halbleiter, Magnet oder Supraleiter ist.

Um immer reichhaltigere Materialeffekte zu finden, hat sich die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten darauf konzentriert, immer kompliziertere Kristalle herzustellen. Damit ist es gelungen, eine zunehmende Anzahl verschiedener Atomspezies in einem Material zu mischen und eine Vielfalt exotischer Spezies zu entdecken, die in der Natur nicht vorkommen. Ein Beispiel ist der Kuprat-Supraleiter Hg12Tl3Ba30Ca30Cu45O127. Um diese Materialien in der modernen Elektronik einzusetzen, müssen ihre Abmessungen nanometerklein sein. Die Miniaturisierung hat zudem einen weiteren positiven Effekt: Da die Materialien zunehmend empfindlich gegenüber angelegten elektrischen und magnetischen Feldern werden, können wir diese Felder nutzen, um die Materialeigenschaften kontrolliert zu verändern.  (...)

 

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Beim Wachstum zusehenStefan Kowarik, Katharina Broch und Frank Schreiber12/2014Seite 33

Beim Wachstum zusehen

Experimente zur Echtzeitbeobachtung von Filmbildung und Beschichtungsprozessen

Kristalle, dünne Schichten oder komplexere Hetero­strukturen herzustellen ist unverzichtbar für verschiedenste technische Anwendungen. Dabei treten zahlreiche fundamentale Vorgänge auf wie Nukleationsprozesse, Instabilitäten sowie Morphologie- und Strukturänderungen. Streumethoden und optische Methoden erlauben es, diese Prozesse „in situ“ und in Echtzeit zu verfolgen, also während des Wachstums.

In der Natur entstehen Strukturen aufgrund von Wachstumsprozessen, die auf den verschiedensten Längen- und Zeitskalen stattfinden. Auf geologischen Zeitskalen bilden sich Gesteinsformationen oder Mineralien. In der belebten Welt spielen sich das Entstehen (und Absterben) von biologischem Gewebe sowie die Biomineralisation auf kürzeren Zeitskalen ab. Vielfach konkurrieren dabei verschiedene Prozesse wie Adsorption und Desorption mit jeweils unterschiedlicher Kinetik, sodass sich die resultierenden Strukturen oft nicht nur durch Gleichgewichts­argumente (z. B. ein Minimum der Freien Energie) erklären lassen. Wachstum findet im Nichtgleichgewicht statt, wobei die „Entfernung“ vom Gleichgewicht je nach Phänomen sehr unterschiedlich sein kann. Dies ist in der Welt der Technik mit den unzähligen Strukturen für die verschiedensten Anwendungen ähnlich. So arbeitet die Kristallzucht in der Regel vergleichsweise nah am Gleichgewicht, während Beschichtungsprozesse oder die Erzeugung komplexer Heterostrukturen oft relativ weit davon entfernt sind. Diese Prozesse mit ganz unterschiedlichen Wachstumsbedingungen sind für viele Bauelemente relevant, z. B. für Quantenpunkt- und Quantentopf-Laser in der (Opto-)Elektronik, Mehrschichtsysteme wie Bragg-Spiegel oder Chips mit verspannten SiGe-Schichten zur Erhöhung der Ladungsträger-Mobilität. Eine zunehmende Rolle spielen dünne Schichten organischer Halbleiter in LED-Beleuchtung, Display-Anwendungen sowie Solarzellen. Da hierbei meist mehrere dünne Molekülschichten aufeinander gewachsen werden, sind die Herausforderungen an das Wachstum komplex. ...

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Scharfe Linsen frisch gedrucktMartin Wegener9/2016Seite 24

Scharfe Linsen frisch gedruckt

Hochauflösende 3D-Drucker ermöglichen es, vielfältige polymerbasierte Mikrooptiken präzise herzustellen.

Harald Gießen1/2002Seite 18

Schnappschuss im Halbleiter

Jan Oliver Löfken11/2005Seite 14

Chips von der RolleNichtflüchtige Nano­speicherKorkenzieher für ThrombosenWandelbare Etiketten

Johnannes Blümer3/2004Seite 69

D. H. Perkins: Particle Astrophysics

Matthias Dörries3/2004Seite 70

K. Hentschel: Mapping the spectrum

Jan Oliver Löfken3/2004Seite 14

Neuer Supraleiter hebt abFälschungssicher mit QuantenpunktenSilizium für Photonik-ChipsBiegsame Schaltkreise für elektronisches Papier

Hartmut Pilkuhn3/2004Seite 68

S. Weinberg: The Discovery of Subatomic Particles

3/2004Seite 1

Maerz

Durch Laser-Anregung von Übergängen zwischen Atom- und Molekülzuständen lässt sich aus einem atomaren Bose-Einstein-Kondensat ein molekulares erzeugen. (vgl. S. 33)

Johannes Kretz, R. Johannes Luyken3/2004Seite 68

R. Waser: Nanoelectronics and Information Technology

Kurt Binder3/2004Seite 68

M. Rubinstein, R. H. Colby: Polymer Physics

Roland Berger3/2004Seite 69

R. Chabay und B. Sherwood: Matter Interactions, Bd. 1 und Bd. 2

Arne Schirrmacher3/2004Seite 69

C. Schönbeck (Hrsg.): Philipp Lenard. Wissenschaftliche Abhandlungen Bd. 4

Hilbert von Löhneysen3/2004Seite 70

K.-H. Bennemann und J. B. Ketterson: The Physics of Superconductors

2/2004Seite 1

Februar

Zellen, wie hier rote und weiße Blutzellen, besitzen erstaunliche mechanische und elastische Eigenschaften. (vgl. S. 35, Foto: Dennis Kunkel Mi­croscopy, Inc.)

Stefan Jorda5/2009Seite 23

Karrieren in der Krise

Nach einem langen Niedergang hat Qimonda Insolvenz angemeldet. Viele Physikerinnen und ­Physiker sind davon betroffen.

1/2008Seite 50

Personalien

Maike Keuntje1/2008Seite 52

''An der Uni hat man etwas andere Zielsetzungen''

Interview mit Klaus Streubel

Ilka Flegel11/2003Seite 37

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Physikerinnen forschen in der nichtlinearen Optik, planen Schaltungen, simulieren Signalausbreitung, schreiben Anträge, fällen Technologieentscheidungen, schlichten Streit zwischen Mitarbeitern - und jonglieren nebenbei mit Kinderfrauen, Tagesmüttern und Krippenplätzen.

Jan Oliver Löfken12/2005Seite 14

Besser durchleuchtetPapier mit BeleuchtungKältetechnik à la EinsteinRotlicht aus SiliziumlaserRekord bei Wirkungsgrad

Jan Oliver Löfken2/2005Seite 12

Schnelle RFID-Funkchips aus PlastikErster Silizium-Laser auf einem ChipScanner für die Hosentasche100 Elektronen für ein Bit

Matthias Delbrück4/2022Seite 17DPG-Mitglieder

Einhörner und Zentauren

Die EU-Kommission verabschiedet das Arbeitsprogramm für den Euro päischen Innovationsrat.

Matthias Delbrück4/2022Seite 17DPG-Mitglieder

Chips für Europa

Die Europäische Kommission schlägt Maßnahmen vor, um die einheimische Halbleitertechnik zu stärken.

Holger Kock12/2002Seite 15

Si-Transistor mit 350 GHzSilizium-basierte LED bricht RekordComputer auf Glas?Blaue Laser leben länger

Walter Fix5/2008Seite 47

Elektronik von der Rolle

Die Idee, elektronische Schaltungen ähnlich wie die tägliche Zeitung zu drucken, fasziniert Forscher und Entwickler bereits seit Ende der 90er-Jahre. In großen Stückzahlen und preiswert hergestellt, würde die gedruckte Elektronik ganz neue Anwendungen ermöglichen: Funketiketten als Ersatz für den optischen Barcode, intelligente ­Joghurtbecher, die auf das abgelaufene Haltbarkeitsdatum hinweisen, elektronisches Papier oder ­fälschungssichere Verpackungen von Medikamenten.

Max Trippel2/2023Seite 4

PICs im Fokus

Ulrich Kilian6/2004Seite 54

Cool bleiben

Matthias Delbrück4/2024Seite 13DPG-Mitglieder

USA: Keine Lieferung vom Mars?; Doch nur ein Teleskop; Mehr Chips produzieren

Michael Vogel2/2025Seite 16DPG-Mitglieder

Licht statt Leiterbahn; Fehlendes Puzzlestück; Sehr empfindlich; Raus aus dem Labor

Jan Oliver Löfken1/2004Seite 14

Papierdünne Solarzelle spart MaterialkostenQuantenkryptographie erlangt MarktreifeEinweg-Chips von der RolleMikro-Brennstoffzelle mit hoher Leistungsdichte

Michael Vogel4/2007Seite 16

Weiße LeuchtkraftTurbo fürs NetzInfrarot gewarntNanoröhren statt Kupfer

Thomas Beneke, Wolfgang W. Schwippert2/2003Seite 53

MuPAD Pro 2.5 - Mathematik für Lehre und Forschung

Matthias Born und Thomas Jüstel2/2003Seite 43

Umweltfreundliche Lichtquellen

Weltweit werden jährlich rund 14 Milliarden Lichtquellen verkauft mit einem Marktvolumen von etwa 23 Milliarden Euro. Den Löwenanteil machen dabei die Glüh- und Halogenlampen aus, die das Licht nur sehr ineffizient erzeugen. Da etwa 20 Prozent des weltweiten Bedarfs an elektrischer Energie für Lampen benötigt werden, birgt die Lichterzeugung ein riesiges Energiesparpotenzial: Durch den Einsatz effizienterer Lichtquellen wie Gasentladungslampen und Leuchtdioden (LEDs) ließe sich bis zu 70 Prozent der Energie zur Lichterzeugung einsparen. Die zentrale Aufgabe der Forschung ist es, Lichtquellen zu entwickeln, die hocheffizient sind und gleichzeitig aus umweltverträglichen Materialien bestehen, also etwa Gasentladungslampen, die ohne Quecksilber auskommen, und LEDs mit besserer Energieeffizienz und höherer Lichtausbeute.

Holger Kock7/2002Seite 18

Magnetfeldsensoren für die GroßserieLC- Displays der ZukunftKalte Glühbirne?Nanoröhrchen statt Silizium

Max Rauner3/2003Seite 16

Stapeln in der MikroweltSensor-Graffiti für den WindkanalAbstand halten mit schnellen ChipsAbstand verringern dank Kohlenstoff

Rosige Aussichten für grünes LichtUlrich T. Schwarz und Ferdinand Scholz2/2011Seite 21

Rosige Aussichten für grünes Licht

Semipolare Gruppe-III-Nitride versprechen hocheffiziente grüne LEDs und Laserdioden.

Derzeit erleben wir eine Revolution im Beleuchtungsmarkt: Weiße Leuchtdioden, die auf der Konversion von blauem Licht beruhen, erobern zahlreiche Anwendungen im Sturm. Projektoren benötigen aber Lichtquellen für alle drei Grundfarben. Während intensive und hocheffiziente Laserdioden für blau und rot schon länger existieren, ist dies im grünen Spektral­bereich bislang nicht der Fall.

In den vergangenen fünfzig Jahren haben Leuchtdioden (LEDs) und Laserdioden (LDs) eine stürmische Entwicklung genommen. Grundlage dafür waren und sind weiterhin Verbindungshalbleiter von Elementen der dritten und fünften Hauptgruppe unseres Periodensystems – die III-V-Halbleiter. In den ersten Jahrzehnten ermöglichten die Gruppe-III-Arsenide und -Phosphide wie AlGaAs oder AlGaInP große Fortschritte im gelb-roten bis infraroten Spektralbereich. Aber erst als es in den 1990er-Jahren gelang, Gruppe-III-Nitride wie GaN, AlN, InN und deren Mischverbindungen in hoher Qualität herzustellen, erschloss dies auch den kürzerwelligen sichtbaren und nahen ultravioletten Spektralbereich [1]. Diese Nitride haben inzwischen Galliumarsenid als technologisch wichtigsten Halbleiter neben Silizium abgelöst, vor allem deshalb, weil sich damit hocheffiziente Leuchtdioden für den sichtbaren Spektralbereich herstellen lassen. ...

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Jochen Mannhart und Darrell G. Schlom6/2005Seite 45

Oxide - Tausendsassas für die Elektronik

Dank gewaltiger Fortschritte der Dünnschichttechnik ist es seit einem Jahrzehnt möglich, aus einer Vielzahl von Materialien hochwertige Schichten und Multilagenstrukturen zu wachsen. Die für elektronische Bauelemente zur Verfügung stehende Materialpalette hat sich dadurch wesentlich verbreitert und ist inzwischen außerordentlich reichhaltig. Die mit Oxiden erzielbaren Funktionalitäten sind sehr vielfältig und umfassen mit Piezoelektrizität, Sensor­eigenschaften und elektrooptischem Verhalten sogar die Übergangsbereiche zur Mechanik, Optik, Chemie und Biologie. Die Halbleiterindustrie nutzt schon jetzt funktionale Oxide, beispielsweise Ferroelektrika für nichtflüchtige Speicher, und im Jahr 2007 sollen in den Transistoren der Laptops Hafnium-basierte Oxide als Gate-Dielektrika eingesetzt werden.

Michael Vogel2/2012Seite 14

Schwingend Magnetfelder messenHochgetakteter EmitterRascher zum Bild

Helmut Zarschizky und Alexander Richter4/2003Seite 33

Mit Terabit pro Sekunde durch photonische Netze

Mit Glasfasertechnologie lassen sich enorme Datenmengen übertragen - mittlerweile sind Übertragungskapazitäten von mehr als 1 Terabit pro Sekunde über eine Distanz von 4000 km möglich. Doch Rauschen und nichtlineare Effekte beeinträchtigen die Signale erheblich. Deshalb ist es nur durch Kombination optischer Kompensatoren und elektronischer Signalrekonstruktion gelungen, die Reichweite faseroptischer Nachrichtenübertragungssysteme deutlich über 1000 Kilometer auszudehnen. Um zukünftig Telekommunikation und Internet- Datenverkehr über ein einheitliches Netz durchführen zu können, gilt es, die derzeit noch starr verschalteten photonischen Kommunikationsnetze so zu gestalten, dass sie auf schwankenden Bedarf flexibel reagieren können - möglichst mithilfe rein optischer Netzelemente.

Jan Oliver Löfken1/2005Seite 12

Rekord mit Nanotube-TransistorBeamer für die WestentascheGeschrumpfter SRAM-SpeicherHandy als universelle Datenbox

Leuchtende Türme Jana Hartmann, Andreas Waag, Adrian Avramescu und Martin Straßburg11/2016Seite 35

Leuchtende Türme 

Dreidimensionale LEDs sorgen für hocheffiziente Beleuchtung.

Lichtemittierende Dioden (LEDs) haben sich als Leuchtmittel der Zukunft durchgesetzt. Sie können elektrische Energie viel effizienter in Licht umwandeln als herkömmliche Glühlampen oder Energiespar­lampen. In Zukunft soll sich mit Hilfe eines dreidimensionalen Aufbaus der LEDs auf mesoskopischer Ebene der Wirkungsgrad sogar noch weiter erhöhen – bei deutlich geringeren Herstellungskosten.

Die Entwicklung von Weißlicht-LEDs ermöglichte Mitte der 90er-Jahre den Durchbruch einer völlig neuen Beleuchtungstechnologie: Solid State Light­ing. Seitdem wurden LEDs aus Galliumnitrid (GaN) und Indiumgalliumnitrid (InGaN) Schritt für Schritt weiter entwickelt. Die aktive InGaN-Schicht in der LED selbst emittiert blaues Licht, das Leuchtstoffe wie Phosphor teilweise in gelbes Licht konvertieren – so entsteht weißes Licht. Dabei hatten in den späten 80er-Jahren nur wenige Forscher geglaubt, dass GaN sich als Halbleitermaterial für LEDs eignen könnte, weil es zu viele Probleme gab – von der Herstellung der Kristalle bis zur passenden Dotierung. Doch einige japanische Wissenschaftler gaben nicht auf und entwickelten die entscheidenden Prozessschritte: Sie ließen GaN kris­tallin auf Saphir aufwachsen und konnten es sowohl n- als auch p-dotieren. So entstand 1992 die erste blaue GaN/InGaN-LED [1]. Für diese Entwicklung erhielten Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura 2014 den Physik-Nobelpreis [2]. Nachdem sich die Forschung über ein Jahrzehnt lang vor allem auf die Steigerung der Ausgangsleistung fokussierte, entbrannte in den frühen 2000ern ein Wettrennen um Effizienzrekorde. Heutzutage erreichen kommerzielle GaN-Weißlicht-LEDs Effizienzen von über 160 lm/W, die besten Labormuster erzielen sogar über 300 lm/W [3]. Im Vergleich dazu schaffen typische Glühlampen nur 10 bis 20 lm/W: Sie benötigen für dieselbe Lichtmenge also über zehnmal mehr elektrische Energie (Infokasten „Lichtausbeute und Lichtstrom“).

Leuchtdioden für die Allgemeinbeleuchtung bestehen aus einer lichtemittierenden, sehr dünnen Schicht aus InGaN, die in einen pn-Übergang eingebettet ist. In dieser Schicht treffen freie Ladungsträger – Elektronen und Löcher – zusammen und rekombinieren vorwiegend strahlend, d. h. unter Aussendung eines Photons. Die Energie der Photonen, und damit die Farbe des Lichts, entspricht der Energie der Bandlücke der InGaN-Schicht. Aufgrund der Quantentrog-Struktur von InGaN treten Quantisierungsenergien auf und modifizieren diesen Wert weiter. Die aktive, leuchtende Schicht besteht aus einem oder mehreren Quantentrögen, weshalb die eingeprägten Bandverläufe und die damit verbundenen Potentialverläufe sowohl Elektronen als auch Löcher lokalisieren (Abb. 1). Dieses Design ermöglicht eine sehr effiziente strahlende Rekombination, die üblicherweise im blauen Spektralbereich bei etwa 450 nm liegt...

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Andreas Hoffknecht und Dietmar Wechsler4/2005Seite 43

Kontrollierte Selbstorganisation

Maximilian Fleischer7/2006Seite 25

Wie Mikrochips riechen lernen

Sensoren auf Mikrochips können chemische Stoffe in Verbrennungsgasen ebenso detektieren wie in der Umgebungsluft, im menschlichen Atem oder bei industriellen Prozessen. Sie erkennen verbrauchte Luft in Besprechungszimmern und Hinweise auf Krankheiten im Atem. Fortschritte der Technologie lassen erwarten, dass uns solche Sensoren künftig im Alltag auf Schritt und Tritt begleiten werden.

Berit Wessler und Christopher Wiesmann1/2010Seite 31

Leuchten auf Energiesparkurs

Dank künstlichem Licht sind wir zwar unabhängig vom Tageslicht geworden. Heutzutage entfallen aber rund 20 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs auf die Beleuchtung. Lichtemittierende Dioden mit ihrer langen Lebensdauer, guten Farbwiedergabe und einer rasant steigenden Effizienz bieten nicht nur in puncto Design vielfältige Möglichkeiten, sondern sie verbrauchen auch deutlich weniger Energie als Glüh- oder Halogenlampen.

Jan Oliver Löfken6/2006Seite 14

Brandwarnung nach KäferartDisplays aus Wasser und ÖlKühlender NanoteppichHolographisch konzentrieren

Holger Kock11/2002Seite 16

Tri-Gate-Transistoren für bessere Prozessoren?Optischer ZufallszahlengeneratorDurchbruch bei molekularen Speichern?Erster GaN-Nanodraht-Laser

Tobias Schaeffter4/2005Seite 29

Molekulare Bildgebung in der Medizin

Die moderne Medizin zielt mehr und mehr darauf ab, Krankheiten auf der Ebene molekularer Prozesse zu verstehen. Mit spezifischen Kontrastmitteln und entsprechenden bildgebenden Verfahren ist es mittlerweile möglich, biologische Prozesse auf zellulärer und molekularer Ebene darzustellen. Das Ziel der molekularen Bildgebung ist es, krankhafte molekulare Veränderungen zu erkennen, um Krankheiten frühzeitiger diagnostizieren und Therapien besser kontrollieren zu können.

Michael Vogel3/2011Seite 14

Befreit durchatmenHohe Hürde für PlagiateErweitertes Farbsehen

Michael Vogel6/2008Seite 16

Biegsame ElektronikBei der Speiseröhre gespicktKünstliche SpinneSichere Akkus

Michael Vogel2/2007Seite 14

Gedrucktes Papier, statt gedruckter BuchstabenBei der CD gespicktAnmutige Kristalle

Michael Vogel11/2006Seite 16

Es werde LichtAlternative zum BlindenhundPlastikelektronik im Druck

Quantenfluktuationen vermessenMackillo Kira1/2016Seite 23

Quantenfluktuationen vermessen

Der direkte Nachweis von Quantenfluktuationen eröffnet neue Wege für Quantenoptik und Spektroskopie im Terahertzbereich.

Jan Oliver Löfken5/2005Seite 16

Die Sonne bleibt draußenTerahertz-Wellen für mehr SicherheitAkku laden in einer MinutePhotodioden auf Zeitungspapier

Max Rauner9/2003Seite 14

Strom aus GülleNanopartikel gegen HitzeLeuchtendes SiliziumElektronische Öl-Verkostung

Marinus Lehmann, Tom Kermer11/2024Seite 62DPG-Mitglieder

Integrable Techniques in Theoretical Physics

Bad Honnef Physics School

Axel T. Neffe, Regina Ciancio, Rafal Dunin-Borkowski11/2024Seite 61DPG-Mitglieder

Frontiers in Correlative Material Characterization: Samples, Techniques, Instrumentation and Data Management

Italienisch-Deutsches WE-Heraeus-Seminar

Florian Kaiser, Petr Siyushev, Vadim Vorobyov11/2024Seite 61DPG-Mitglieder

Silicon Carbide: Classical and Quantum Technologies

816. WE Heraeus-Seminar

11/2024Seite 62DPG-Mitglieder

Notizen

Philipp Maaß, Artem Ryabov11/2024Seite 61DPG-Mitglieder

Nonequilibrium Dynamics of Micro- and Nanoparticles: Theory & Experiment

815. WE-Heraeus-Seminar

Axel Pelster, Carlos Sá de Melo11/2024Seite 60DPG-Mitglieder

Advances in Quantum Simulation and Sensing with Ultracold Gases

813. WE-Heraeus-Seminar

Thomas Bischof, Alexander Hadamitzky11/2024Seite 62DPG-Mitglieder

Astronomie

DPG-Lehrkräfte-Fortbildung

Sechs auf einen StreichLotte Geck und Lars R. Schreiber11/2022Seite 22DPG-Mitglieder

Sechs auf einen Streich

Ebnen siliziumbasierte Quantencomputer den Weg zur Skalierbarkeit?

Armin Tilke, Florian Beug, Thomas Melde und Roman Knöfler4/2009Seite 33

Speichern ohne Fluchtgefahr

Seit ihrer Einführung vor 15 Jahren verdoppelt sich die Speicherdichte nichtflüchtiger Flash-Speicher kontinuierlich alle 12 Monate. Bislang gelang dies primär durch eine konventionelle Verkleinerung der Strukturen. Doch diese Skalierung ist in der letzten Zeit etwas ins Stocken geraten, weil sich der Lithographie große Herausforderungen stellen und vor allem, weil die Miniaturisierung klassischer Floating-Gate-Zellen an ihre Grenzen stößt.

Stefan Jorda2/2015Seite 7

Schub für Europas Elektronik

Angst vor AbwicklungAlexander Pawlak2/2015Seite 6

Angst vor Abwicklung

Spintronik in GraphenGuido Burkard1/2014Seite 35

Spintronik in Graphen

Die ungewöhnlichen Eigenschaften von Spins in Graphen geben noch Rätsel auf, versprechen aber ­Anwendungen.

Graphen ist ein Material der Superlative: Es ist nicht nur das dünnste und stärkste bekannte Material, sondern auch ein extrem guter elektrischer Leiter. In Graphen lässt sich aber auch der Spin der Elektronen über außergewöhnlich lange Strecken nahezu ungestört transportieren. Dieser weitere Rekord macht Graphen interessant für die Spintronik, die nichtflüchtige Arbeitsspeicher oder eine deutlich geringere Wärme­entwicklung auf Chips verspricht.

Wer Bleistifte zum Schreiben benutzt, hat möglicherweise schon einmal Graphen hergestellt. Bleistiftminen bestehen – abgesehen von etwas Ton, mit dem sich die Härte beeinflussen lässt – aus Graphit, einem Festkörper ausschließlich aus Kohlenstoff. Anders als Diamant ist aber Graphit sehr stark anisotrop, denn es besteht aus atomar dünnen Lagen, welche aufeinander geschichtet und nur relativ schwach aneinander gebunden sind. Beim Schreiben mit dem Bleistift werden diese Lagen abgeschält, wobei man wohl nur selten genau eine einzelne Lage des Materials aufs Papier bringt. Vor etwa zehn Jahren ist es jedoch Andre Geim und Konstantin Novoselov gelungen, durch wiederholtes Ankleben und Abziehen von Klebeband einzelne Lagen von Graphen zu isolieren. Die beiden Physik-Nobelpreisträger von 2010 haben diese Lagen allerdings nicht auf Papier, sondern auf Silizium­oxid abgelagert, welches die Oberfläche von herkömmlichen Mikrochips aus Silizium bildet. Siliziumoxid einer bestimmten Dicke eignet sich deshalb sehr gut, weil sich darauf einzelne Graphenlagen von Schichten aus zwei und mehr Lagen mit einem optischen Mikroskop unterscheiden lassen. Erst die Möglichkeit, einzelne Graphenflocken zu präparieren und mit elektrischen Kontakten zu versehen, hat es erlaubt, die erstaunlichen Eigenschaften dieses extrem dünnen Materials zu erforschen. Dieses Forschungsfeld ist inzwischen groß und wird es wohl auch bleiben, denn im Oktober 2013 hat die Europäische Union das über eine Laufzeit von zehn Jahren mit insgesamt einer Milliarde Euro dotierte „Graphene Flagship“ zur weiteren Erforschung der Grundlagen und Anwendungen von Graphen auf den Weg geschickt.

Graphen ist ein perfekt zweidimensionales Material, welches aus einer einzelnen Schicht von Kohlenstoffatomen besteht. Diese sind in der Ebene in einem hexagonalen Gitter angeordnet – ähnlich einer Bienenwabe (Infokasten „Struktur und Bandstruktur“). Neben dem mechanischen Abtrennen einzelner Schichten von Graphit mit der beschriebenen „Klebeband-Methode“ lässt sich Graphen auch durch epitaktisches Wachstum auf Siliziumkarbid oder durch Gasphasenabscheidung präparieren.

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Jan W. Kantelhardt4/2006Seite 20

Was haben Sonnenflares und Erdbeben gemeinsam?

Hans-Peter Trah und Roland Müller-Fiedler11/2002Seite 39

Mikrosystemtechnik im Automobil

Die Mikrosystemtechnik gilt weithin als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Manche prophezeihen ihr sogar eine ähnlich revolutionierende Wirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft wie einst der Mikroelektronik. Auch wenn diese Erwartungen - nicht zuletzt aus physikalischen Gründen - übertrieben erscheinen, so ist zumindest in der Automobiltechnik diese Revolution in vollem Gange - und das nicht erst seit der weiten Verbreitung des Elektronischen Stabilitätsprogramms ESP.

Michael Vogel2/2010Seite 14

Kühlen Kopf bewahrtKleiner KraftmeierFlash-KunststoffElektronisches Chamäleon

Michael Vogel7/2007Seite 16

Strom aus der TapeteChamäleon aus SiliziumWider den MiefJedermann-3D

Sigmar Roth10/2003Seite 16

Transistoren aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen

Im Dreieck der NachhaltigkeitRüdiger Quay, Theresa Seeholzer und Danyal Yousuf3/2025Seite 35DPG-Mitglieder

Im Dreieck der Nachhaltigkeit

Das Design neuer elektronischer Komponenten sollte für zirkulare Prozesse ausgelegt sein.

Fortschritte in der Elektronik sichern unseren aktuellen Lebensstandard in allen Bereichen, insbesondere in der Kommunikation und Medizin. Die moderne Elektronik- und Halbleiterforschung adressiert inzwischen auch Strategien der Nachhaltigkeit, was ungeahnte wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnet.

Das Stichwort Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde. Die wachsende Weltbevölkerung mit ­ihrem­ steigenden Verbrauch an Ressourcen und der Klimawandel bedrohen grundlegend die bisherigen Konzepte des Wirtschaftens in den Industrienationen. Technische und wissenschaftliche Diskussionen kreisen in der Regel um ein Nachhaltigkeitsdreieck aus sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Argumenten. Daher besteht die Gefahr, die systemische Bedeutung der Natur- und Ingenieurwissenschaften für das Thema Nachhaltigkeit zu unterschätzen.

Bei der Analyse helfen drei Prinzipien bzw. Strategien der Nachhaltigkeit: die Effizienz, die Suffizienz und die weniger bekannte Konsistenz. Dabei verfolgt die Effizienz den Ansatz, die benötigten Ressourcen rentabler zu nutzen, sodass pro Endprodukt bzw. pro Nutzen weniger Ressourcen zum Einsatz kommen. Die Suffizienz fordert,  den Konsum des Produkts zu reduzieren, um einen geringeren Schaden zu erreichen. Die Konsistenz strebt nach umweltfreundlicheren Technologien oder Produktvarianten, ohne die Effizienz zu steigern. Hierbei gilt es, bestehende natürliche Verfahren anzuwenden oder völlig neue Prozesse zu schaffen, die zum Beispiel Kreisläufe beinhalten. (...)

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Wolfgang Hönlein und Franz Kreupl10/2004Seite 39

Kohlenstoff-Nanoröhrchen für die Mikroelektronik?

Allen Unkenrufen zum Trotz folgt die auf Silizium basierte Mikroelektronik noch immer dem Mooreschen Gesetz und entwickelt sich rasant weiter. Über kurz oder lang wird sie aber an inhärente physikalische Grenzen stoßen. Nanoröhrchen aus Kohlenstoff bieten das Potenzial für eine weitere Miniaturisierung, sofern es gelingt, sie mit definierten Eigenschaften reproduzierbar an einem vorbestimmten Ort abzuscheiden.

Christopher Hebling10/2007Seite 33

Mikroenergietechnik macht mobil

Während die Leistung von Computern und Speichermedien in den letzten Jahrzehnten exponentiell zugenommen hat, wächst die Kapazität von Batterien und Akkumulatoren vergleichsweise langsam. Neuartige Mikrosysteme haben aber das Potenzial, tragbare Geräte mit Energie zu versorgen, indem sie diese aus der Umgebung „ernten" oder mithilfe konventioneller Brennstoffe Strom erzeugen.

Ein blaues WunderHenning Riechert12/2014Seite 28

Ein blaues Wunder

Für die Entwicklung der blauen Leuchtdiode erhalten Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura den Physik-Nobelpreis 2014.

Blaue Leuchtdioden waren bis Mitte der Neunzigerjahre exotische Bauelemente. Das einzige dafür verfügbare Festkörper-Material, Siliziumkarbid (SiC), war wegen seiner indirekten Band-lücke eigentlich ungeeignet. Daher blieben die blauen Leuchtdioden (LED) lichtschwach und ineffizient. Immerhin fanden sie sich als Fernlicht-Indikator in jedem Auto, waren anderweitig aber kaum nutzbar. Neue Hoffnung hatte der III-V-Verbindungshalbleiter Gallium­nitrid (GaN) versprochen, der schon länger in der Forschung bekannt war.

Bereits in den Siebzigerjahren hatte es größere internationale Anstrengungen gegeben, GaN technologisch zu beherrschen. Damals ließen sich viele seiner grundlegenden Eigenschaften bestimmen. Zudem fand man heraus, dass sich GaN wegen seiner direk­ten Bandlücke sehr gut zur Licht­erzeugung eignen sollte. An seiner technischen Beherrschung bissen sich jedoch alle Forscher die Zähne aus – fortan sah alles danach aus, dass GaN nur eine kurze Episode in der Geschichte der Optoelektronik bleiben würde.

Die stürmische Entwicklung dieses Gebietes hatte Anfang der Sechzigerjahre eingesetzt, als es gelungen war, Galliumarsenid (GaAs) und verwandte Halbleiter erfolgreich herzustellen. Technologen und Forscher hatten gelernt, Einkristalle aus GaAs oder Indium­phosphid (InP) zu ziehen, Substrate daraus herzustellen und n- sowie p-dotierte dünne kristalline Schichten von hoher Qualität (epitaktisch) darauf abzuscheiden. Erste Leuchtdioden und Halbleiterlaser entstanden, und rasch entwickelte sich daraus die optische Nachrichtentechnik mit Datenübertragung über Glas­fasern. Im Zuge dieser Entwicklung gerieten LEDs etwas aus dem Fokus – Laser und die darin verwendeten Quantenstrukturen waren einfach mehr „sexy“. Dazu kam, dass die verfügbaren Materialien mit direkter Bandlücke nur den Spektralbereich vom nahen Infrarot bis zum Roten abdeckten. Daher war gar nicht daran zu denken, die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau mit effizienten LEDs zu erzeugen – und damit auch weißes Licht. ...

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Holger Kock3/2002Seite 18

·Kettenantrieb auf Chips·Kühlschrank mit Magnet-Kühlung·Diode wandelt Wärme in Strom·Neuer Infrarot-Laser bei Zimmertemperatur ·Schalldämpfer für Heizungen

Warmes Licht für kalte TageMichael Vogel11/2011Seite 44

Warmes Licht für kalte Tage

Vorbei sind die Zeiten, in denen Leuchtdioden Räume in ein kaltes, weißblaues Licht tauchten. Inzwischen gibt es fürs Wohnzimmer auch warmweiße LED-Leuchtmittel.

Auf die Optik kommt es anStefan Jorda10/2009Seite 21

Auf die Optik kommt es an

Die Photonik-Branche bietet Physikern vielfältige Möglichkeiten. Dabei sind Fachkenntnisse in Optik und Laserphysik essenziell.

Aufgereiht stehen die Maschinen im Vorführzentrum von TRUMPF in Ditzingen bei Stuttgart. In der lichten Halle surrt und zischt es. Förderbänder oder Saugheber füttern die Maschinen mit großen Blechen, die daraus unterschiedlichst geformte Teile ausschneiden und -stanzen. Kunden können hier Maschinen live erleben und sich ihre eigenen Musterteile fertigen lassen, bevor sie über einen Kauf entscheiden.

„Wir machen Löcher in Blech“: Auf diese prägnante Formel hat Berthold Leibinger, der 40 Jahre lang die Geschicke von TRUMPF leitete, einst die Mission des schwäbischen Familienunternehmens gebracht, das zu den größten Herstellern von Werkzeugmaschinen und Lasertechnik zählt. „Dabei sprechen wir von einem Blech, wenn die laterale Ausdehnung größer ist als die Dicke“, erläutert der Physiker Detlef Breitling und deutet auf ein handgroßes Zahnrad, das ein CO2-Laser aus einer 25 Millimeter dicken Stahlplatte ausgeschnitten hat. Dass diese Maschinen auch äußerst filigran arbeiten können, demonstriert Breitling mit einem nur knapp ein Zentimeter großen und an Details reichen Miniaturfahrrad, hergestellt mit der gleichen Maschine aus einem dünnen Blech. Besonders verbunden fühlt sich Breitling mit der TruMatic 7000, einer Kombimaschine, die Bleche sowohl stanzen
und umformen als auch mit dem Laser bearbeiten kann: An einem seiner ersten Arbeitstage bei TRUMPF vor knapp fünf Jahren nahm er an der „Kick-off Veranstaltung“ zu dieser Maschine teil, und inzwischen ist er als Projektleiter für eine neue Kombimaschine verantwortlich. ...

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Matthias Delbrück3/2024Seite 18DPG-Mitglieder

USA: Zehn Innovationsmotoren; Drei Jahre statt 30 Tage

Max Rauner6/2003Seite 14

Morsen im PikosekundentaktMagnesium im AkkuLeuchtende MikropillenBlaues Leuchten im Chiplabor

Ulrich Eberl11/2005Seite 65

Industrieforschung im Wandel

H. Jörg Osten10/2005Seite 43

Materialien für die Miniaturisierung

Immer komplexeren integrierten Schaltungen verdanken wir leistungsfähigere und schnellere Computer. Über viele Jahre blieben der grundsätzliche Aufbau der Bauelemente und die verwendeten Materialien nahezu unverändert und es genügte im Wesentlichen, die Strukturmaße zu verringern. Für eine Fortschreibung dieser Erfolgsgeschichte der Mikroelektronik bedarf es aber zunehmend neuartiger Materialien.

Armin Tilke, Klaus Schrüfer und Chris Stapelmann6/2007Seite 35

Mikroelektronik: kein Ende der Skalierung in Sicht

In den letzten Jahrzehnten folgte die Siliziumtechnologie ohne signifikante Verzögerungen dem Mooreschen Gesetz: Die elektronischen Schaltkreise wurden verkleinert und damit ihre Geschwindigkeit entsprechend erhöht. Inzwischen trifft die Strukturverkleinerung allerdings an physikalische Grenzen, sodass neue Materialien sowie innovative Integrations- und Bauelementkonzepte notwendig sind, um das Mooresche Gesetz weiterhin zu erfüllen.

Ansgar Laubsch, Matthias Sabathil, Berthold Hahn und Klaus Streubel1/2010Seite 23

Licht aus Kristallen

Seit über einhundert Jahren ist Elektrolumineszenz bekannt, also die Emission von „kaltem“ Licht aus einem Festkörper, durch den ein Strom fließt. Fast fünfzig Jahre dauerte es jedoch, bis die Entdeckung der III-V-Halbleiter wie Galliumarsenid erste kommerzielle Leuchtdioden (LEDs) ermöglichte. Und erst in den letzten Jahren haben hocheffiziente blaue LEDs den Weg bereitet für weiße Leuchtdioden, die aufgrund ihrer hohen Effizienz und Lebensdauer schon bald Glühlampen und andere Lichtquellen ablösen könnten.

Martin Letz2/2004Seite 43

Calciumfluorid für die UV-Lithographie

Lithographische Verfahren zur Herstellung von Mikrochips stellen bei immer kürzeren Wellenlängen für die immer kleineren Strukturen enorme Ansprüche an die Optik und das Material für die Linsen. Bei der lithographischen Fertigung der nächsten Generation möchte man UV-Licht mit der Wellenlänge 157 nm verwenden. Dabei ist Calciumfluorid das Material der Wahl für die dazugehörigen Optiken. Es lässt sich in großen und qualitativ hochwertigen Einkristallen herstellen. Da Calciumfluorid eine kubische Kristallstruktur besitzt, ist es eigentlich auch optisch isotrop. Jedoch induziert UV-Licht eine kleine Anisotropie, die es beim Design der Linsensysteme zu berücksichtigen gilt.

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