
Jean-Michel Désert baut neue AIP-Abteilung auf
„Exoplaneten und ihre Atmosphären“ konzentriert sich auf Klima und Atmosphäre ferner Welten.

„Exoplaneten und ihre Atmosphären“ konzentriert sich auf Klima und Atmosphäre ferner Welten.
Susumu Kitagawa, Richard Robson und Omar M. Yaghi erhalten den Chemie-Nobelpreis 2025 „für die Entwicklung metallorganischer Gerüstverbindungen“.

Die optische Bank des Weltraumteleskops mit ihren 26 Kameras ist in das Servicemodul des Raumfahrzeugs integriert worden – nur die Solarpanele fehlen noch.

Neues Institut für Weltraumforschung in Berlin-Adlershof gegründet.

Die Mission Plato soll Ende 2026 mit einer Ariane-6-Trägerrakete ins All starten.

Mit Katja Poppenhäger wird erstmals eine Frau Direktorin am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam.
Die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 hat erfolgreich ihren ersten Start absolviert.

Die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 hat erfolgreich ihren ersten Start absolviert.

Das Magnetfeld eines Sterns ist für seine Lichtkurve und damit auch für Analyse seiner Begleiter von Bedeutung.

Verschiedene Einflüsse können mondähnliches Signal in der Lichtkurve eines Sterns erzeugen.

Methode der Gyrochronologie funktioniert nicht nur für Sternhaufen.

Chemische Zusammensetzung eines Sterns beeinflusst die Bildung einer schützenden Ozonschicht um Exoplaneten.

Das ESA-Budget soll um 17 Prozent wachsen. Das beschloss die ESA-Ministerratskonferenz bei ihrem Treffen in Paris.
• 7/2022 • Seite 20 • DPG-MitgliederDie aktuelle Debatte um Erwin Schrödinger ist allein mit Umbenennungen nicht gelöst.
• 3/2021 • Seite 34 • DPG-MitgliederAnhand der Eigenschwingungen von Sternen lässt sich ihre innere Struktur erkunden.
Die Asteroseismologie untersucht die innere Struktur von Sternen anhand ihrer Eigenschwingungen. Diese globalen Oszillationen treten in einem oder mehreren Resonanzräumen auf und enthalten Informationen über die dort vorliegenden physikalischen Bedingungen. Aus den beobachteten Signaturen der Schwingungen, beispielsweise Variationen der Oberflächenhelligkeit oder der Geschwindigkeit, lassen sich die Bedingungen und damit die stellare Struktur ableiten.
Die Frage, warum und wie Sterne ihre innere Struktur verändern, beschäftigt die Astronomie seit über einem Jahrhundert. Arthur Eddington schrieb 1926 [1]: „Our telescopes may probe farther and farther into the depths of space; but how can we ever obtain certain knowledge of that which is hidden beneath substantial barriers? What appliance can pierce through the outer layers of a star and test the conditions within?“ Zunächst führte dies zu einem allgemeinen Verständnis von Sternen, das weitgehend auf gemessener Temperatur, chemischer Zusammensetzung und der Gravitation an der Oberfläche in Kombination mit mathematischen Modellen beruhte. Die Beobachtungen der sichtbaren äußeren Schichten von Sternen grenzten die Modelle zwar ein, gaben aber keinen Aufschluss über die innere Sternstruktur.
Beim Erforschen des Sterninneren hilft die Asteroseismologie, welche die intrinsischen globalen Schwingungen der Sterne untersucht. Sterne lassen sich in gewisser Weise als Musikinstrumente auffassen. Je nach Form und Größe des Resonanzraumes ändert sich der Klang eines Musikinstruments, etwa einer Posaune. Sterne besitzen ebenfalls natürliche Resonanzen, d. h. stehende Wellen, die in einem Resonanzraum schwingen. Betrachten wir Sterne als Instrumente, so lösen intrinsische Mechanismen die Eigenresonanzen aus: Eine Schicht – in der aufgrund von Druck und Temperatur Eisen oder Helium teilweise ionisiert vorliegen – kann Energie, die vom Kern des Sterns zu seiner Oberfläche fließt, einschließen, bevor diese die Oberfläche erreicht. Dies führt dazu, dass sich der Stern ausdehnt. Dabei wird die teilweise ionisierte Schicht für den Energiefluss wieder durchlässiger, und der Stern zieht sich zusammen [1, 2]. Wirkt dieser sogenannte κ-Mechanismus in einer angemessenen Tiefe des Sterns, so kann er dessen globale Schwingungen wie in einem Resonanzraum antreiben.
Sterne senden allerdings keinen Schall aus – dafür wäre ein Medium zur Wellenausbreitung nötig. Da die Wellen das Sternmaterial komprimieren und ausdehnen, können wir jedoch ihre Auswirkungen sehen, deren Eigenschaften von der inneren Struktur des Sterns abhängen: Im Lauf der Zeit ändern sich Helligkeit oder Geschwindigkeit an der Oberfläche. Diese Variationen können aus photometrischen Daten oder anhand der Doppler-Verschiebung aus spektroskopischen Zeitreihendaten gewonnen werden. Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Empfindlichkeit für die Schwingungsamplitude, die von mehreren Größenordnungen von Magnituden bzw. km/s bis zu Mikromagnituden bzw. cm/s reicht. Die Variationen lassen sich aufgrund der Oszillationen messen, wenn einerseits die Beobachtungsfrequenz für die Oszillationsperiode des Sterns geeignet ist. Diese reicht für verschiedene Sterne von Sekunden über Minuten bis hin zu Stunden und Tagen. Andererseits muss die Dauer der Zeitreihe mindestens eine Periode der Oszillationen abdecken und einzelne Frequenzen auflösen, falls mehrere vorhanden sind. Die gemessenen Variationen dienen gewissermaßen als Soundcheck des Sterns, mit dem sich auf die Form und Größe des Resonanzraums schließen lässt. Die zeitlichen Variationen liefern zusätzliche Informationen zu den typischen spektroskopischen und photometrischen Messungen von effektiver Temperatur, Gravitation und chemischer Zusammensetzung an der Sternoberfläche. (...)

Große Sternflecken sind unter Riesensternen üblicher als angenommen.

Am 18. Dezember ist die ESA-Mission Cheops gestartet, um helle Sterne ins Visier zu nehmen, die von erd- oder neptungroßen Planeten umkreist werden.

Die ESA-Ministerkonferenz bewilligt das bislang höchste europäische Weltraum-Budget. Deutschland ist dabei stärkster Beitragszahler.
• 12/2019 • Seite 41Seit 20 Jahren beobachtet XMM-Newton die Röntgenstrahlung energiereicher Ereignisse.
Alle Teilgebiete der Astronomie setzen heute Beobachtungen im Röntgenlicht ein. Sie helfen, die Fragen zu beantworten, ob ein Exoplanet bewohnbar ist, wie Neutronensterne und Schwarze Löcher Materie akkretieren und was die Dunkle Materie ist. Da die Erdatmosphäre hochenergetische Strahlung absorbiert, lässt sich der Röntgenhimmel nur vom Weltall aus beobachten, beispielsweise seit 20 Jahren mit dem Röntgenobservatorium XMM-Newton.
Das Röntgenobservatorium XMM-Newton der Europäischen Raumfahrtagentur startete am 10. Dezember 1999 und ist seither zusammen mit Chandra, dem Röntgenobservatorium der NASA, die instrumentelle Basis der Hochenergieastrophysik. Die hohe effektive Sammelfläche von XMM-Newton und die hohe räumliche Auflösung von Chandra ergänzen sich perfekt, um einmal aufgespürte Röntgenquellen im Detail zu untersuchen. Mit XMM-Newton lassen sich Planeten und Kometen im Sonnensystem, aber auch die aktiven galaktischen Kerne weit entfernter Galaxien beobachten. Einen Schwerpunkt bilden dabei heiße Plasmen mit Temperaturen von einigen 105 bis 108 K (Infokasten). Typische Beobachtungsprogramme drehen sich um Fragen zu den heißen Koronen von Sternen, zu kompakten Objekten wie Neutronensternen und Schwarzen Löchern und zu den tiefen Gravitationspotentialen Dunkler Materie in Galaxienhaufen. Darüber hinaus zählt XMM-Newton zu den Wegbereitern der Multiwavelength- oder Multimessenger-Astronomie.
Bereits 2002 waren erstmals gemeinsame Programme mit weiteren Satelliten oder Teleskopen möglich. Heute erlaubt es die Zusammenarbeit mit neun verschiedenen Observatorien, Strahlungsquellen im TeV-, Gamma-, Röntgen-, optischen und Radiobereich gleichzeitig zu beobachten. Dazu gehören insbesondere das Neil Gehrels Swift Observatory, das kurze Beobachtungen im Röntgen- und Gammabereich mit sehr schneller Reaktionszeit erlaubt, und das Nuclear Spectroscopic Telescope Array (NuSTAR) mit einem abbildenden Teleskop für Energien von 3 bis 60 keV. Derzeit steht für gemeinsame Untersuchungen etwa ein Viertel der Beobachtungszeit von XMM-Newton zur Verfügung...

Eine geschmolzene Erde hätte einen um etwa fünf Prozent größeren Radius als eine feste Erde.

Neue Analysemethode spürt kleine Exoplaneten, die bisherige Suchen übersehen haben.

Die NASA beendet die erfolgreiche Kepler-Mission zur Suche nach Exoplaneten.

Die ESA gibt grünes Licht für die Weiterentwicklung des Weltraumteleskops Plato.
• 11/2016 • Seite 22In der habitablen Zone von Proxima Centauri wurde ein Planet mit einer erdähnlichen Masse entdeckt.

Beiträge zur Untersuchung der dynamischen und chemischen Entwicklung der Milchstraße erwartet.

Neues Modell liefert Indiz für Wassergehalt von Exoplaneten anhand ihres Alters.
10/2015 • Seite 1Moderne Prothesen ermöglichen den Anwendern ein fast normales Leben. Hobbys wie Wandern oder Schwimmen sind damit kein Problem. (Bild: Ottobock, vgl. S. 25)
592. WE-Heraeus-Seminar
589. WE-Heraeus-Seminar

Sternbild Leier: Erstmals Masse und Größe eines Exoplaneten bestimmt, der kleiner als die Erde ist.

34 Teleskope suchen nach Sternsystem, das unserem ähnelt und den Planeten darin.

KOI-351: Bislang umfangreichstes Planetensystem eines anderen Stern entdeckt.
• 6/2013 • Seite 22Das Kepler-Team vermeldet die Entdeckung zweier etwa erdgroßer Planeten in der habitablen Zone.

Jeremy Gray: Henri Poincaré – A Scientific Biography, Princeton University Press, 2012, 616 S., geb., 26,95 Euro, ISBN 9780691152714

Das wissenschaftliche Programmkomitee der Esa wählte die Sonnenforschungssonde Solar Orbiter und das Weltraumteleskop Euclid, das die dunkle Energie untersuchen soll, als nächste Medium-Klasse-Missionen aus.

Forschern aus Berkeley ist es gelungen, Nanokristalle aus Gold herzustellen, deren Formen an vier der platonischen Körper erinnern.

Der Prototyp des ersten kommerziell betriebenen Meereswellen-Kraftwerkes soll in diesem Sommer ans Netz gehen.
Wasser und Eis - wer glaubt nicht, diese Substanzen und ihre Eigenschaften gut zu kennen? Kurz nach dem Aufstehen waschen wir uns in der Regel, danach wird vielleicht ein Frühstücksei gekocht, gegen den Durst drinken wir wenn es sein muss Mineralwasser, und der Abend wird gelegentlich mit Whisky on the Rocks beschlossen. Auf atomarer Skala gibt uns diese Substanz allerdings eine Menge Rätsel auf, die zu einem beträchlichen Teil mit Wasserstoffbrücken zu tun haben. Seit Beginn der neunziger Jahre haben jedoch ab-initio-Simulationen signifikant dazu beigetragen, die physikalischen und auch chemischen Eigenschaften von Wasser und Eis besser zu verstehen. Dieser Fortschritt war möglich durch eine geschickte Kombination der klassischen Molekulardynamik mit Elektronenstrukturrechnungen durch Roberto Car und Michele Parrinello.