
Gefährten der Atombombe
Peter Kirsten: Gefährten der Atombombe – Klaus Fuchs und Carl Friedrich von Weizsäcker, Dietz Verlag, Bonn 2025, geb., 216 S., 24 Euro, ISBN 9783801206963

Peter Kirsten: Gefährten der Atombombe – Klaus Fuchs und Carl Friedrich von Weizsäcker, Dietz Verlag, Bonn 2025, geb., 216 S., 24 Euro, ISBN 9783801206963

Diana Buchwald et al. (Hrsg.), The Collected Papers of Albert Einstein − Bd. 17: Die Berliner Jahre. Schriften und Briefwechsel. Juni 1929 – November 1930, 1132 S., Princeton University Press, Princeton 2024, geb., ca. 205 Euro, ISBN 9780691246178

Miriam Hiebert: The Uranium Club. Unearthing the lost relics of the Nazi Nuclear Program, Chicago Review Press 2023, 274 S., geb., ca. 28 Euro, ISBN 9781641608626

Blu-Ray: Oppenheimer, Christopher Nolan (Regie), Universal Pictures Germany 2023, Blu-Ray (auch als DVD und 4K UHD erhältlich), 180 Min., mit Bonus-Disk, ca. 17 Euro, weitere Infos: https://uphe.universalpictures.de/m/oppenheimer

Oppenheimer: Science, Mission, Legacy, Los Alamos National Laboratory, USA 2023, 3 Teile, ca. 90 Min.


Regisseur Christopher Nolan widmet sich in seinem neuen Film dem Physiker J. Robert Oppenheimer und seiner Rolle bei der Entwicklung der Atombombe.

Abenteuer eines Mathematikers (2020), Regie: Thor Klein, Deutschland, 98 Minuten, Verleih: Filmwelt Verleihagentur, Kinostart: 30. Juni

Diana Buchwald et al. (Hrsg.): Albert Einstein, Gesammelte Schriften, Band 16 – Die Berliner Jahre. Schriften und Briefwechsel. Juni 1927 – Mai 1929, Princeton 2021, geb., 1080 S., ca. 206 €, ISBN 9780691216812
Zu: M. Pfalz, Physik Journal, Juli 2021, S. 10
Zu: M. Schaaf, Physik Journal, Juli 2021, S. 68

Jost Lemmerich: Max von Laue – Furchtlos und treu. Basilisken-Presse, Rangsdorf 2020, geb., 592 S., 68 €, ISBN 9783941365568

Zum 100. Geburtstag des russischen Physikers und Friedens-Nobelpreisträgers Andrej Sacharow
TitelbildAnthropogene Aerosole kühlen unser Klima, insbesondere durch ihre
Wechselwirkungen mit Wolken. Die Kühlwirkung könnte jedoch
schwächer ausfallen als bisher gedacht, weil sie über die Lebensdauer
einer Wolke hinweg abnimmt.
In den letzten Jahren konnte die Existenz von Raum‐Zeit‐Kristallen bewiesen werden. Diese Experimente waren jedoch auf extrem kleine Quantensysteme bei ultrakalten Temperaturen beschränkt. Nun ist es mit Hilfe eines Rasterröntgenmikroskops an der Synchrotronquelle BESSY II gelungen, eine raum‐zeit‐kristalline Struktur in einem mikrometer‐großen magnetischen Dünnfilm zu generieren und zu filmen.
Quantencomputer besitzen heute erst wenige Qubits in einzelnen Aufbauten. Jetzt ist es gelungen, ein Quantengatter zwischen zwei Qubits in sechzig Metern Entfernung zu realisieren: ein Prototyp eines verteilt rechnenden Quantencomputers.
Forschern von CERN und Fermilab glückt der Nachweis des lang gesuchten Odderons.
Die statistische Modellierung der Fußball‐Europameisterschaft sagt Belgien die besten Titelchancen voraus.
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Der Tokamak ASDEX Upgrade am Max‐Planck‐Institut für Plasmaphysik in Garching ist seit dreißig Jahren in Betrieb. In dieser Zeit wurde die Fusionsanlage immer weiter ausgebaut und verbessert. Inzwischen hat man zahlreiche gut diagnostizierte Szenarien für den Plasmabetrieb erarbeitet. Zusammen mit neu entwickelten Computercodes erlauben sie verlässliche Vorhersagen für ein Fusionskraftwerk.
(Foto: IPP, V. Rohde.)
Projektionsanwendungen stellen wegen der Erhaltungsgrößen der Optik besondere Anforderungen an ihre Lichtquelle. Dies führt dazu, dass selbst moderne Halbleiterlichtquellen der klassischen Lampe hier nur teilweise den Rang ablaufen können. Die stärksten neuen Lichtquellen basieren auf Laserdioden.
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Quantenkorreliertes Licht offenbart die ganze Eigenart der Quantenphysik. Als völlig neue Hochtechnologie hat es sich nun in Gravitationswellen‐Observatorien erstmals als kostengünstiger im Vergleich zu Alternativen erwiesen.
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Ein Spielzeug‐Xylophon ist meist das erste Instrument unserer Kindheit. Xylophone und Marimbas gab es bereits in der Antike. Ihre Klangeigenschaften basieren auf einem interessanten Schwingungsverhalten.
Open Access
Zweidimensionale Kristallsysteme faszinieren, weil sie stark ausgeprägte Vielteilchenphänomene bei den Ladungsträgern zeigen. Das boomende Forschungsgebiet konzentriert sich längst nicht mehr nur auf einlagige Kristallsysteme wie Graphen. Schichtweise aufeinandergestapelt, ermöglichen künstliche Van‐der‐Waals‐Kristalle eine Fülle neuartiger physikalischer Systeme. In halbleitenden Heterostrukturen gelang es uns nun, erste Hinweise für ein optisch generiertes Bose‐Einstein‐Kondensat von Exzitonen zu finden.
Ein Bootsantrieb, der ohne lärmende Schraube auskommt? Der magneto‐hydrodynamische Antrieb macht es möglich.
• 5/2021 • Seite 30 • DPG-MitgliederZum 100. Geburtstag des Atomphysikers und Menschenrechtlers Andrej Sacharow
Andrej Sacharow gilt als „Vater der sowjetischen Wasserstoffbombe“ und leistete wichtige Beiträge zur Kosmologie, Elementarteilchenphysik und zur friedlichen Nutzung der Kernfusion. Sein mutiger Einsatz für politisch Verfolgte, für Meinungsfreiheit und die Einhaltung der Menschenrechte ließen ihn zum geistigen Wegbereiter der Demokratisierung in der Sowjetunion werden.
Andrej Dimitrijewitsch Sacharow wurde am 21. Mai 1921 in Moskau geboren. Sein Vater lehrte Physik an der Pädagogischen Hochschule und hatte sich durch die Veröffentlichung von Lehrbüchern und populärwissenschaftlichen Schriften einen Namen gemacht. Seine Mutter war die Ur-Enkelin eines prominenten griechischstämmigen Militärführers.
1938 begann Sacharow, an der Moskauer Universität Physik zu studieren. Vier Jahre später schloss er in Aschgabat sein Studium mit Auszeichnung ab. Die Familie war mit dem Beginn des Krieges in die Hauptstadt Turkmenistans evakuiert worden. Bis zum Kriegsende arbeitete er als Versuchsingenieur in einem großen Rüstungsbetrieb an der Wolga. Hier lernte er auch seine erste Frau kennen, die er 1943 heiratete. In dieser Zeit machte er einige Erfindungen auf dem Gebiet der Qualitätskontrolle, von denen eine sogar patentiert wurde, und schrieb vier theoretische Arbeiten zur Physik, unter anderem zur Kettenreaktion im Uran mit Moderator, die allerdings nicht veröffentlicht wurden. Er schickte seine Arbeiten an den bekannten Theoretiker und späteren Physik-Nobelpreisträger Igor Tamm, der ihn daraufhin 1945 als Doktorand aufnahm. Tamm arbeitete im Lebedew-Institut der renommierten Akademie der Wissenschaften. Sacharow fiel schon bald durch seine schnelle Auffassungsgabe, seine große wissenschaftliche Begabung und sein bescheidenes und zurückhaltendes Wesen auf. Er veröffentlichte Arbeiten zur Teilchenerzeugung bei hochenergetischen Kernstößen, zur Kerntheorie und zur optischen Temperaturbestimmung in Gasentladungen. (...)

Arne Schirrmacher: Establishing Quantum Physics in Göttingen. David Hilbert, Max Born, and Peter Debeye in Context, 1900 − 1926, Springer, Cham 2019, 120 S., brosch., 53,49 Euro, ISBN 9783030227265
Quantencomputer versprechen, spezielle, für Anwendungen hochinteressante Aufgaben zu lösen. An diesen „NP‐harten” Problemen scheitern herkömmliche Supercomputer wegen explodierender Rechenzeiten. Eine Technik, an der intensiv geforscht wird, ist der Ionen‐Quantencomputer. An ihm demonstriert dieser Beitrag, wie ein Quanten‐Suchalgorithmus funktioniert und wie solche Quantencomputer programmiert werden.
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Ferroelektrische Materialien besitzen einzigartige Eigenschaften aufgrund ihrer Kristallstruktur. Erstmals gelang nun ein Einblick in die bislang verborgene Energielandschaft dünner ferroelektrischer Schichten. Er zeigt, dass diese eine negative Kapazität besitzen.
Das trickreiche Stoßen der Billardkugeln über Banden fasziniert Physiker seit Jahrhunderten. Heute dürfen es gerne auch ultrakalte Atome sein.
Können sich Elektronen in einem Metall wie Wasser in einem Rohr bewegen? Eigentlich nicht! Erst wenn es zu einem hydrodynamischen Ladungstransport kommt, „fließt Strom” mit Eigenschaften ähnlich derer klassischer Flüssigkeiten. Elektronfluide ermöglichen neue Einblicke in die Natur des „Stromflusses” und dessen Quanteneigenschaften. Sie könnten schon bald die Entwicklung exotischer Elektronikbauteile inspirieren.
Open Access
Farbstoffsolarzellen werden seit ihrer ersten wissenschaftlichen Beschreibung intensiv erforscht. Sie können aus ungiftigen, preiswerten Materialien und sogar in textiler Form hergestellt werden. Höchste Wirkungsgrade über 20 % erzielen sie allerdings derzeit nur mit toxischen Zutaten. Diese will die Forschung ersetzen.
Foto: Merck

M. van Calmthout: Sam Goudsmit and the Hunt for Hitler’s Atom Bomb, Prometheus Books, Amherst 2018, 248 S., geb., ca. 22 €, ISBN 9781633884502

Diana Buchwald et al.: The Collected Papers of Albert Einstein − Bd. 15: Die Berliner Jahre. Schriften und Briefwechsel. Juni 1925 – Mai 1927, 1080 S., Princeton Univ. Press 2018, geb., ca. 96 €. ISBN 9780691178813


K. W. Ford: Building the H-Bomb. A Personal History, World Scientific Publishing, Singapur 2015, 225 S., broschiert, 16 £, ISBN 9789814618793

Günter Nagel: Das geheime deutsche Uranprojekt 1939 – 1945. Beute der Alliierten, Zella-Mehlis 2016, 560 S., geb., 39,90 €, ISBN 9783943552102

D. Buchwald et al. (Hrsg.): The Collected Papers of Albert Einstein: Volume 14 – The Berlin Years, Princeton University Press, Princeton 2015, CIII + 1105 S., geb., 130 $, ISBN 9780691164106

Harry Lipkin: Andrej Sakharov. Quarks and the Structure of Matter, World Scientific Publishing, Singapore 2013, 150 S., brosch., ca. 12 €, ISBN 9789814407410

József Illy: The Practical Einstein, The John Hopkins University Press, Baltimore 2012, 202 S., ca. 43 €, geb., ISBN 9781421411712

Die Humboldt-Universität Berlin ehrt die große Physikerin mit einem Standbild im Ehrenhof des Hauptgebäudes.

Gennady Gorelik: Andrej Sacharow, Birkhäuser, Basel 2013, 404 S., geb., 49,95 Euro, ISBN 9783034804738

In Südafrika existiert eine vielfältige und lebendige Physik-Community.

Richard von Schirach: Die Nacht der Physiker. Heisenberg, Hahn, Weizsäcker und die deutsche Bombe, Berenberg, Berlin 2012, geb., 272 S., 25 Euro, ISBN 9783937834542

Heute wäre Carl Friedrich von Weizsäcker 100 Jahre alt geworden. Seine Erkenntnisse zur Kernphysik haben bis heute Bestand.

K. Bird und M. J. Sherwin: J. Robert Oppenheimer. Propyläen, Berlin 2009, 672 S., geb., ISBN 9783549073582

Interview mit dem stellvertretenden südafrikanischen Minister für Wissenschaft und Technik, Derek Hanekom.

Fußbälle sind schon lange keine "runden Leder" mehr, sondern Hightech pur.
